Ginge es nach dem Harley-Veranstaltungs-Kalender, dann müsste der Mai mindestens 20 Wochen haben. Und ginge es nach den Vorlieben der Biker, dann wäre jeder Tag sonnig mit ca. 25 Grad. Da wir aber leider nicht mehr in der Zeit leben, als das Wünschen noch geholfen hat, waren es auch 2013 wieder etwas weniger Gäste als erhofft beim

5. Harley Davidson GespannTreffen

Den einen war die allgemeine Wetterlage zu unsicher, andere hatten sich schon zu den zahlreichen anderen Events verabredet. Trotzdem fanden rund 25 V2-Gespanne und einige Solo-Fahrer am 10. und 11. Mai wieder den Weg nach Nürtingen.  Und was uns besonders freute: viele der Gäste waren schon zum dritten, vierten oder gar fünften Mal bei uns.

Obwohl der Freitag ziemlich grau war, blieb es doch den ganzen Tag trocken und nach den obligatorischen Vorbereitungsarbeiten (Bar und Grill  einrichten,  Rasen mähen, Flaggen und Hinweisschilder aufhängen + allgemeine letzte Putzarbeiten) trudelten im Lauf des Nachmittags die Gespannfreunde ein.  Aus dem Norden und aus dem Süden, aus dem Osten und aus dem Westen –  die meisten mit Harley Gespannen oder Solo-Harleys. Nur zwei Ausreißer waren dabei: ein BMW Gespann und ein CanAm Trike. Aber wir sind da ja nicht so – jeder Biker darf dabei sein und ist herzlich willkommen.

 

Pechvögel des Tages waren allerdings Benno und seine Frau aus dem Norden Deutschlands. Die beiden waren bis auf das letzte Jahr immer dabei und auch 2013 hatten die beiden den langen Weg, mit Wohnmobil und Anhänger, auf sich genommen. Nach der Begrüßung wollte Benno nur noch schnell tanken fahren – und kam mit dem Gespann auf dem ADAC-Laster zurück. Antriebsriemen gerissen! Und eines muss man noch wissen: Beim 1. GespannTreffen verabschiedete sich der Anlasser von Benno‘s Bike direkt vor dem Place und im Jahr drauf fiel seine Maschine wegen Elektrik-Schaden aus! Aller schlechten Dinge sind drei – da kann man nur hoffen, dass damit die Pech-Serie zu Ende ist und die beiden auch im nächsten Jahr wieder kommen.

Der Parkplatz vor dem Place war wieder mal eine Ausstellungsfläche von allen möglichen Bikes aus dem Harley-Programm: E-Glides, Road-Glides, Softies, V-Rods, Sporties, Road Kings mit den unterschiedlichsten Booten – alle auf’s Feinste und mit zahlreichen Details ausgestattet. Jede Menge Gesprächsstoff auf jeden Fall, denn all diese An- und Umbauten mussten ja vorgestellt, bestaunt und besprochen werden. So verging der Freitag im Flug und man tauschte Erinnerungen an vergangene Treffen aus, berichtete über absolvierte Touren und jeder hatte eine Menge Spaß.

Am Samstag dann die obligatorische Tour! Diesmal ging’s über die Ausläufer der Schopflocher Alb in den Schwäbischen Wald, wo wir in der Hagmühle Plätze und ein Buffet organisiert hatten. Es war schon wieder mal ein elend langer Zug mit über 20 Gespannen und nochmal einem guten Dutzend Solos – doch unsre vier routinierten Sperrer Sven, Ulli, Werner und Timo hatten alles im Griff. Die einzige kleine Panne hatte Ernest aus Wien, der am Albaufstieg den Schalthebel verlor. Da seine Frau , die mit dem nächsten Gespann nachkam den Hebel aber wegfliegen sah, konnte der Schaden schnell behoben werden.

Sichere und trockene Fahr also zur Hagmühle – und kaum hatten wir die Bikes abgestellt, fing es auch schon zu schütten an! Doch wie es sein muss: der Regen hielt genauso lange an wie unsre Mittagspause und so konnten wir uns auch wieder ohne Regenklamotten auf den Rückweg machen. Dumm nur, dass etwa 2 Kilometer vor dem Place der Himmel nochmal seine Schleusen öffnete und alle auf den letzten Metern so richtig durchweicht wurden. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und im Place warteten schon der heiße Kaffee und der angeheizte Ofen, um Knochen und Klamotten zu trocknen.

Und mit Grillspiess, Bier und Gesprächen am prasselnden Lagerfeuer war auch der zweite Tag des Treffens ein voller Erfolg. Allen hat‘s Spaß gemacht und alle haben versprochen, auch im nächsten Jahr wiederkommen – zum 6. Harley Davidson GespannTreffen am 30.+31. Mai 2014!

Und hier die Slide-Show:
Gespanntreffen 2013

 


 

HD-SuperRally in Wroclaw (Breslau) Polen vom 16.-20. Mai 2013
– Bine & Tommy unterwegs

Am 14.05.2013 ging es früh los. Wir trafen uns um 8.00 Uhr an der Raststätte Wunnenstein mit 7 weiteren Mopeds und unserem „Begleitfahrzeug“ um mit 8 Mopeds und 1 Auto über Tschechien in Richtung Polen aufzubrechen. Noch war es recht frisch aber laut Wetterbericht wurde es wärmer je weiter wir Richtung Tschechien fuhren und der Wetterbericht hielt was er versprach, es war kühl aber trocken und sonnig. Unsere 1. Etappe über 440 km führte uns mit Pausen über die A 6 Nürnberg nach Tschechien, genauer nach Jirkov, wo unser Roadkäppchen Rolli Zimmer im Schlosshotel Zamek Cerveny Hradek gebucht hatte. Unterwegs stießen noch Fritz und Heidi aus Kempten zu uns, um die weitere Strecke mit uns zu fahren. Nach einem Abstecher nach Karlsbad um Kaffee zu trinken erreichten wir am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein unser erstes Quartier. Ein wunderschönes, restauriertes Schloss mit schönen Zimmern und einem tollen Restaurant. Rolli hatte die Speisekarte, die er bereits mit den Reiseunterlagen erhalten hatte, ausgiebig studiert und mit Pommes schon die Speisefolge besprochen bevor wir überhaupt angekommen waren. Das erste Bier direkt nach dem Einparken im Schlosshof war ausgesprochen lecker. Das Essen war gut, Bier, Wodka (der bald aus war) und Sliwowitz schmeckten auch, so dass alle rundum zufrieden waren und recht früh zu Bett gingen. Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir gegen 10.00 Uhr auf nach Tzschochau Landgemeinde Lesna zur Burg Czocha in der unser Roadkäppchen Rolli unsere zweite Übernachtung gebucht hatte und wo wir uns mit weiteren Leuten vom Harley-Stammtisch Pommes Fasanenhof treffen wollten. Das Wetter war super, strahlender Sonnenschein und die knappen 200 km der 2. Etappe waren bald erledigt. Nach einem späten Mittagessen erreichten wir am frühen Nachmittag Zamek Czocha, das wir bereits von unserer Tour 2011 zur SuperRally nach Litauen kannten. Die Mopeds wurden wieder im Burghof unter „Bewachung“ der „Burg-Polizei“ abgestellt und die ersten kalten Biere waren schon im Anmarsch. Hier trafen wir uns mit 2 Jungs aus dem Ruhrpott von den Ruhrpott Choppers, von denen Tommy und ich eine Einladung zu Ihrer Jubiläumsparty im Juli erhielten, 1 Paar aus Dresden die wir schon kannten sowie 3 Leuten aus der Stammtisch-Clique mit denen wir die 3. Etappe am folgenden Tag fahren wollten. Es wurde ein feucht-fröhlicher Abend im Burgpavillion, der die Vorräte des „Begleitfahrzeugs“ schrumpfen ließ. Morgens um 10.00 Uhr gings weiter, 170 km bis Wroclaw die kein Problem waren. Das Stadion Olimpijski we Wroc?awiu erreichten wir Dank Navi ohne Probleme, das Einchecken zur SuperRally verlief problemlos und unsere Freunde aus der Clique steckten ihren „Claim“ auf dem Campground neben den CC-Ridern aus Bühl ab. Wir, Siggi, Tommy und ich halfen noch beim Aufbauen der Zelte und machten uns dann auf um unser Hotel zu beziehen. Das Hotel lag ca. 5 Minuten Fahrstrecke entfernt und war ok (4 x ÜF für uns beide125,–€). Nach einchecken, auspacken und duschen fuhren wir mit den Mopeds wieder zum SuperRally-Gelände wo wir die Mopeds bei den Anderen parkten.

 Das Gelände war gut ausgeschildert, die Wege recht kurz, ausreichend Duschen und Toiletten, die sehr sauber waren, vorhanden. Die Party konnte beginnen. Um Essen und Getränke zahlen zu können, erhielt man eine Prepaid-VisaCard die man cash an den „Ladestationen“ aufladen musste, das war das Zahlungsmittel der SR.

Es gab 2 Bühnen auf denen Livebands spielten, die Stripshows und anderen Shows liefen, ausreichend Getränke- und Essenstände mit allen möglichen Sachen zum Essen (Schaschlik, Steaks, Bratwürste, Pommes, Spaghetti, Chinesisch, Kaffee und Kuchen und und und …..und alles zu „normalen“ Preisen. Das Bier 0,4 l zu 2 €, Essen ab 2 €.

Am Freitag haben wir bei strahlendem Sonnenschein das Umland von Wroclaw erkundet, viel Land, herrliche Landschaft , endlose Rapsfelder, nette Dörfer, tolle Bäckereien mit lecker Kuchen. Den Abend verbrachten wir mit Musik, Bier, Wodka und netten Leuten. Samstag haben wir uns Breslau angesehen. Eine wunderschöne Stadt mit altem Stadtkern, alles gut erhalten und sehr sauber. Selbst die öffentlichen Toiletten der Stadt waren glänzend sauber!

Beim abendlichen geselligen Beisammensein mit Leuten aus ganz Europa haben wir durch unsere Ruhrpottler auch 2 „Jungs“ kennengelernt, die letztes Jahr auf unserem Gespanntreffen waren und die Petrus grüßen lassen, leider sind uns die Namen entfallen, aber die beiden wollen 2014 wiederkommen weil es ihnen so gut bei uns gefallen hat! (das waren sicher Fenne Knapp und sein Kumpel aus Hannover – Anmerkung Petrus)

Am Sonntag sind die Stammtischler gegen 10 Uhr in Richtung Heimat gestartet, wir haben uns nach dem Studieren des Reisewetters entschieden nicht über die Autobahn zu fahren, sondern uns auf der Landstraße in Richtung Tschechien aufzumachen, denn wir mussten erst am Dienstag zu Hause sein. Durch ehemals mondäne polnische Wintersportorte fuhren wir eine wunderschöne Strecke und erst in Tschechien auf die Autobahn Richtung Prag-Pilsen um dort irgendwo zu übernachten. Kurz nach Prag wurde es, wie im Wetterbericht angekündigt, ziemlich schwarz, Gewitter im Anzug, so dass wir in Beroun, ca. 30 km vor Pilsen in einem netten Hotel übernachtet haben. Am Montag ging‘s dann vorbei an Pilzen Richtung Heimat. Mit 2 Tank- und Trinkstopps verließen wir die Autobahn in Crailsheim um dann die restlichen Km über Land  zu fahren und kamen trocken zu Hause an. Es war wieder einmal eine tolle Fahrt zur SuperRally und wir freuen uns auf 2014 um nach Tallin in Estland aufzubrechen.

Dabei waren: Tommy und Bine von den Indi’s, Pommes, Rolli, Siggi, Isabella und Joachim, Charly und Andrea, Vera und Reinhold (der das Begleitfahrzeug fahren musste da er eine Rücken-OP hatte), Stoffel, Ralf und Carola, alle vom Pommes-Stammtisch, Fritz und Heidi aus Kempten, Heike und Lutz (der lange in Stuttgart wohnte) aus Dresden, sowie die Ruhrpottkanaken Bernie und Klaus, insgesamt 14 Mopeds (davon 2 Langgabeln mit Starrrahmen)

Und hier die Slide-Show : 

 

SuperRallye 2013